Video Game History Foundation kritisiert Nintendo

Sieht auslaufende E-Shops als Rückschritt in der Spieleerhaltung

Nintendo hat, wenn es um die Erhaltung von alten Spielen geht, nicht den besten Ruf. Gegen Einzelpersonen, die von ihren klassischen Nintendo-Spielen Kopien anfertigen, geht der japanische Videospiele-Gigant rechtlich vor, auch wenn es sonst keine Wege für Retro-Fans mehr gibt, Zugang zu den Spielen zu erhalten. Vor kurzem hat Nintendo schlechte Nachrichten für die Erhaltung von alten Spielen verkündet: Die E-Shops für die Wii U und 3DS werden eingestellt, worüber wir euch an dieser Stelle berichteten. Einem Bericht von Kotaku zufolge, hat Nintendo des Weiteren die Frage "Ist Nintendo nicht verpflichtet, seine klassischen Spiele zu erhalten?" aus seiner FAQ gelöscht. Der Schritt, fast 2'000 Spiele aus dem digitalen Verkauf zu streichen, hat in den letzten Tagen gehörig für Aufregung gesorgt. Auch die Video Game History Foundation hat die Pläne deutlich kritisiert.

Die Video Game History Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die sich dem Erhalt von Videospielen verschrieben hat. In ihrem Statement zeigt die die Organisation Verständnis für den Schritt aus ökonomischer Sicht, fordert Nintendo jedoch auf, die Entscheidung nochmals zu überdenken:

"While it is unfortunate that people won't be able to purchase digital 3DS or Wii U games anymore, we understand the business reality that went into this decision. What we don't understand is what path Nintendo expects its fans to take, should they wish to play these games in the future. As a paying member of the Entertainment Software Association, Nintendo actively funds lobbying that prevents even libraries from being able to provide legal access to these games. Not providing commercial access is understandable, but preventing institutional work to preserve these titles on top of that is actively destructive to video game history. We encourage ESA members like Nintendo to rethink their position on this issue and work with existing institutions to find a solution."

Video Game History Foundation

Karl Wojciechowski News