Sieg vor Gericht für Nintendo: Bowser muss 4,5 Millionen zahlen

Droht bis zu zehn Jahre Haft

Der Kanadier Gary Bowser, der als Teil von "Team Xecuter" Konsolen verkaufte, die sich so modifizieren lassen, dass darauf Raubkopien von im Handel erhältlichen Spielen laufen, stimmte nun im Rechtsstreit der Zahlung von 4,5 Millionen US-Dollar als Schadensersatz zu.

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Das Treiben der Gruppe startete 2013 und deckte mehrere Nintendo-Plattformen ab. Bowsers Komplizen waren der in Kanada festgenommene Franzose Max Louarn und der weiterhin untergetauchte Chinese Yuanning Chen. Bowser wurde im Oktober in der Dominikanischen Republik festgenommen und steht seitdem im Gewahrsam der US-Behörden. Die Gruppe soll einen zweistelligen Millionen-Betrag US-Dollar erwirtschaftet haben, wobei Bowsers Anteil mit 320.000 Dollar angegeben wird.

Mit dem Eingeständnis - zuvor stritt er die Anklagepunkte wehement ab - erhöht Bowser seine Chancen auf ein mildes Urteil. Im Gegenzug wurden neun weitere Anklagepunkte, darunter Beteiligung an Betrug, fallengelassen. Zehn Jahre Haft sind im Rahmen des rechtlich Möglichen.

Nintendo ist ein japanischer Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen. Nintendo wurde allerdings bereits im Jahr 1889 von Fusajir Yamauchi in Kyoto gegründet, wo sich bis heute der Firmensitz befindet.

Karl Wojciechowski News