CD Projekt Red will Arbeitsbedingungen verbessern

Weniger Crunch

CD Projekt Red will seine Mitarbeiter human behandeln und zu lange Crunch-Phasen verhindern. Überstunden lassen sich allerdings nicht ganz vermeiden.

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Zuletzt kamen viele Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen bei diversen Studios auf. Bei CD Projekt Red will man das zukünftig vermeiden. Der Mitbegründer Marcin Iwiński und der "Cyberpunk 2077"-Director Adam Badowski wollen Schritte unternehmen, um die Work-Life-Balance der Entwickler zu gewährleisten.

"Wir sind dafür bekannt, Spieler mit Respekt zu behandeln. Und ich möchte eigentlich, dass wir auch dafür bekannt sind, Entwickler mit Respekt zu behandeln. Wir haben bereits seit einiger Zeit daran gearbeitet, aber wir wollen menschlicher sein und die Menschen mit Respekt behandeln. Wenn sie sich eine Auszeit nehmen müssen, können sie sich eine Auszeit nehmen. Niemand wird das missbilligen," so Marcin Iwiński. Adam Badowski ergänzte: "Wir werden älter, und die meisten Menschen, die für den Crunch verantwortlich sind, haben Familien, kleine Kinder, und sie fühlen sich genau so."

Dabei wurde die Entwicklung von "Cyberpunk 2077" durchaus kritisiert und sogar mit der holprigen Entwicklung von "Anthem" verglichen. Es gibt also Raum für Verbesserungen. Allerdings werden sich Überstunden nicht komplett vermeiden lassen. Dazu Adam Badowski: "Wir haben den Leuten klar kommuniziert, dass es natürlich bestimmte Momente gibt, in denen wir härter arbeiten müssen. Ich denke, die E3-Demo ist ein ziemlich gutes Beispiel. Manchmal haben wir einzigartige Spezialisten, sehr einzigartige Menschen, und man kann sie nicht klonen. Wir brauchen sie, um an sehr spezifischen Dingen zu arbeiten. Wir müssen sie bitten, mehr Zeit mit etwas ganz Bestimmtem zu verbringen, denn es gibt keinen anderen Weg, es zu tun."

Michael Sosinka News