GameRights: Neue Studie

Weniger Jugendgewalt trotz mehr Game-Konsum

Letzte Woche veröffentlichte der renommierte Wissenschaftler und Forscher Christopher Ferguson eine neue Langzeitstudie, welche belegt, dass die kausale Verbindung zwischen fiktiver Gewalt in Games und realer Jugendgewalt über keine Basis verfügt und fehlgeleitet ist. Dies ist wissenschaftlich gesehen nichts Neues – die Schweizer Gamer fühlen sich bestätigt.

Auch heute werden Computer- und Videospiele immer noch oft als Hauptgrund für Gewaltausbrüche bei Jugendlichen aufgezählt, was durch die Politik vermehrt mit kurzsichtigen Rufen nach Verboten für «Games» in der Schweiz aufgegriffen wird. Doch einmal mehr wird diese Haltung von der Wissenschaft widerlegt – stattdessen wird es deutlich, dass die Vereinigung GameRights mit ihrer Haltung und Einschätzung der Situation auf dem richtigen Pfad wandert.

Professor Christopher Ferguson von der Stanton University in Florida, ein bekannter Name in der Forschung zu den Auswirkungen von Gewalt in Games auf Konsumenten, untersuchte in einer neuen Langzeitstudie die Entwicklung von Gewalt in Computer- und Videospielen und verglich diese mit der Entwicklung von Jugendgewalt in den Vereinigten Staaten. Er kam dabei zu einem Schluss, den manchen Kritiker und Verbotsforderer überraschen dürfte: Während die Verkaufszahlen von gewaltbeinhaltenden Games während der letzten zwanzig Jahre stetig zugenommen haben, bildete sich bei der Jugendgewalt ein rückläufiger Trend ab.

«Mich überraschen die Ergebnisse keineswegs. Schon viele unabhängige Studien haben bislang belegt, dass die Auswirkungen von Games auf die Spieler im Allgemeinen vernachlässigbar sind. Wir sind aber erfreut, dass dies nun auch von einer Langzeitstudie belegt wurde. Die Ansichten unserer Vereinigung sowie unsere Projekte werden hierdurch gestärkt.»

Thomas Riediker, Präsident von GameRights

Seit der Gründung vor fünf Jahren setzt sich GameRights gegen ein Verbot von gewaltbeinhaltenden Games in der Schweiz ein und zeigt mittels innovativen Projekten wie «GameAgents» auf, dass die Vorurteile gegen Games und ihre Konsumenten nicht greifen.

Auch in der Schweiz zeigt sich währenddessen, dass sich Jugendgewalt im Rückgang befindet. Zahlen des Bundesamts für Statistik belegen eine jährlich rückläufige Anzahl der Jugendstrafurteile für Gewaltstraftaten seit mehreren Jahren. Es stellt sich somit die Frage, inwiefern Forderungen nach einem schweizweiten Verbot von Gewalt in Computer- und Videospielen sinngemäss sind oder es überhaupt jemals waren. Für die Vereinigung GameRights ist klar: Die Frage erübrigt sich. Verbote sind keine Lösung, Bund und Kantone müssen stattdessen auf Medienkompetenz und Aufklärung setzen. Allerdings liegt es aktuell am Bundesrat, bereits vorliegende Verbotsmotionen zu einer Gesetzesvorlage auszuarbeiten. Präsident Riediker ruft die Gamer zur Mithilfe auf:

«Wir freuen uns immer über Hilfe. Gerade als Non-Profit-Organisation, welche nur ehrenamtliche Helfer beschäftigt, ist man auf diesen Einsatz angewiesen. Ich möchte daher jede Gamerin und jeden Gamer aufrufen, sich unsere breiten Einsatzmöglichkeiten anzusehen.»

Für weitere Auskünfte zu den Projekten findet ihr auf den Websites www.gamerights.ch und www.gameagents.ch.

News Roger