Harte Wirtschaftskrise in New World

Deflation treibt Spieler zu archaischem Tauschhandel

Das Online-Rollenspiel "New World" wird derzeit von einer harten Deflation, also von ins Bodenlose sinkenden Preisen heimgesucht. Zwar können sich die Spieler mit Quests, dem Töten von Monstern oder dem Sammeln von Gegenständen Geld verdienen. Allerdings ist das offenbar viel weniger, als was dem Spiel für Reparaturen, Handwerk oder Hausbesitz zurückgegeben werden muss.

Das hat zur Folge, dass die Währung im Spiel viel zu knapp und deshalb inzwischen so wertvoll ist, dass sie niemand mehr für den Handel mit anderen Spielern einsetzen möchte. Heisst, statt Geld kommt im Spiel wieder der archaische Tauschhandel zum Einsatz, bei dem zum Beispiel, so wie es ein Twitter-User beschreibt, 1000 Leinen gegen 600 Erze und 20 Eier getauscht werden. Der Handel im Mittelalter-Spiel scheint sich nun also auf Steinzeit-Niveau zu bewegen.

Auch sonst ist der Start von "New World" von Pleiten, Pech und Pannen begleitet. Zunächst gab es wegen Servermangel gigantische Warteschlangen beim Einloggen. Danach versprachen die Entwickler den Spielern, dass sie den Server weltweit wechseln können, nur um später mitzuteilen, dass dies technisch gar nicht möglich sei. Und auch der Serverwechsel innerhalb einer geografischen Region wurde seit mehreren Wochen wiederholt verschoben und erst gestern mittels Patch hinzugefügt. Und schliesslich wurde bei einem Server-Absturz die Ingame-Zeit so weit vorgedreht, dass sämtliche Spieler-Fortschritte in der Welt wieder zurückgesetzt wurden, ohne dass Amazon Games das Problem lösen konnte.

Martin Steiner News