The Mummy

Fertig zum Einbalsamieren

„The Mummy“ ist keine lieblose Filmumsetzung, nein, es ist eine lieblose TV-Serien Umsetzung. Wir haben die PC-Version des Titels auseinander genommen und präsentieren euch das Ergebnis in unserem QuickView für den schnellen Überblick und mit dem Vorteil des deutlich geringeren Arbeitsaufwandes für den Redakteur, der mit dem Spielen eines solchen Programms ja sowieso schon genug gestraft ist.

Das Action-Adventure „The Mummy“ hat überraschenderweise nicht direkt etwas mit dem gleichnamigen Film mit Brendan Fraser und Rachel Weisz zu tun, sondern ist eine Umsetzung der Original-Zeichentrickserie. Ihr schlüpft in die Rolle von Alex O’Connel, dem Sohn des Forscherehepaares Rick und Evy O’Connel, das im antiken Ägypten Ausgrabungen an einer alten Krypta leitet. Doch schon bald wird Alex Zeuge eines Plans des bösen, wieder auferstandenen Imhoteps, der dem verrotten Leichnam die Weltherrschaft sichern soll. Ausgerüstet mit seiner Schleuder und dem Armreif des Osiris, der Alex magische Kräfte verleiht, steuert ihr den jungen Forscher durch sieben Levels, um die drei Teile eines heiligen Artefakts in die Finger zu bekommen, bevor Imhotep sie dazu benutzt, um die Welt in Schutt und Asche zu legen.

Das hört sich alles nach einer guten Idee für ein spaßiges Action-Adventure an, doch leider gestaltet sich bereits die Steuerung so hakelig, dass es einiger Eingewöhnungszeit bedarf, bevor man Alex fehlerfrei durch die Levels navigieren kann. Mit der Tastatur zu spielen ist nicht empfehlenswert, da bedarf es schon eines 12-Tasten Gamepads, damit man mit der Steuerung wenigstens halbwegs klar kommt. Doch auch dann bereiten einem die arg schlingernde Kamera und die Fülle an verschiedenen Befehlen noch Kopfschmerzen. Besonders in den häufigen Kämpfen macht sich das negativ bemerkbar, wenn man die Gegner mit Händen, Füßen, der Steinschleuder oder den sechs magischen Kräften bearbeiten will.

Die Grafik hinkt der aktuellen Technik um etwa zwei Jahre hinterher und bietet keine echten Höhepunkte, die das Auge verwöhnen. Die Effekte sind mau, die Figuren wenig detailliert, die Texturen zum großen Teil langweilig. Die Musik zerrt mit ihrem Herumgedudel schon nach wenigen Augenblicken an den Nerven des Spielers, die Effekte gehen dafür aber in Ordnung. Sehr gut gelungen sind die Stimmen in den Dialogen, die von den Original-Schauspielern gesprochen werden – leider gibt es in der deutschen Version nur Untertitel, auf eine komplett synchronisierte Fassung hat man verzichtet.

Fazit

„The Mummy“ ist ein typisches Action-Adventure mit Jump&Run Einlagen, das “dank“ der trägen Kamera und der verwirrenden Bedienung leider niemals an die haushoch überlegene Konkurrenz herankommt. Zudem hätten sich die Entwickler bei der PC-Portierung der PS2-Version ruhig ein wenig mehr anstrengen können; man merkt dem Spiel jederzeit die Konsolenherkunft an und das ist nicht unbedingt als Kompliment zu sehen. Für jugendliche Fans der Zeichentrickserie eventuell trotzdem einen Blick wert.

NULL Test

Bedauerlicherweise haben wir bislang keine Inhalte zu The Mummy hinterlegt.