Xbox 360

Überwachung durch die Kinect? - "1984" lässt grüßen!

Was wäre wenn Microsoft per Kinect dazu in der Lage ist, Zuschauer eines Filmes zu überwachen und gegebenenfalls die Xbox sperren zu könnte, falls keine Lizenz für das Filmschauen vorhanden ist? Tatsächlich hat sich Microsoft gerade ein derartiges Patent sichern lassen.

Ein wenig erinnert das Ganze an das Buch "1984". Hier wurden die Menschen ständig von der Regierung überwacht und wenn nötig auch unterdrückt. Bei dem von Microsoft erworbenen Patent handelt es sich um das sogenannte "Content Distribution Regulation by Viewing User".

Zusammengefasst geht es hier um ein System, dass es einem Anbieter von Inhalten erlaubt seine Kunden zu überwachen und festzustellen wie viele User mit damit beschäftigt sind. Somit bietet sich auch die Option, die Inhalte anzupassen. Inhalte sind dabei auf verschiedene Plattformen verteilt, wie zum Beispiel TV-Geräte, Set-Top Boxen und digitale Bildschirme. Hierbei besitzt jedes der Endgeräte eine bestimmte Anzahl an Lizenzen. Diese Lizenzen regeln wie viele Zuschauer sich die gegebenen Inhalte anschauen können.

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Dabei soll die Menge, die Zeitdauer, über welchen Zeitraum und ähnliche Bereiche abgedeckt werden. Sollte dementsprechend ein Inhalt an jemanden ohne Inhalt weitergeben werden, erlaubt das Patent oder das folgende System dem Anbietet entsprechend zu reagieren.

Wenn man sich also nicht schon vor der Weitergabe von zum Beispiel einem Film eine Lizenz beschafft, oder zumindest direkt beim Erhalt, kann der Anbieter verhindern, dass besagter Streifen abgespielt wird.

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Bis dato bezieht sich das Patent jedoch nur auf Xbox Kinect. Insofern stellt sich die Frage, wie kann das Modul unterscheiden, wie viele Personen gerade im Raum den Film schauen und wie viele nicht? Was ist wenn eine neue Person in das Zimmer gelaufen kommt, sich zwar auf die Couch hinsetzt aber anfängt ein Buch zu lesen?

Bislang ist alles noch ein wenig theoretisch, doch ließe sich in Zukunft das Ganze mit Sicherheit auch in die Praxis umsetzen. Ferner würde damit Microsoft zum Beispiel auch die Option offen stehen, einen Film zur gleichen Zeit für das eigene Heimkino wie auch das richtige Kino anzubieten. Aber wie gesagt, bis lang ist alles nur Theorie. 

Die Bilder stammen von der englischsprachigen Internetseite Eurogamer.net.

News Flo