Entwickler von id Software mit Xbox Series S wenig zufrieden

Bremsklotz für Series X?

Einige Entwickler von id Software finden es offenbar nicht so gut, dass sie zusätzlich noch für die Xbox Series S optimieren müssen. Der Speicher könnte problematisch werden. Wird das auch der Xbox Series X schaden?

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Immer mehr Entwickler melden sich zu Wort und merken an, dass es durchaus mit viel Aufwand verbunden sein wird, die Spiele neben der Xbox Series X auch für die Xbox Series S zu optimieren. Den Studios hat Microsoft damit wahrscheinlich keinen Gefallen getan. Ausserdem steht die Behauptung im Raum, dass dann immer für den kleinsten gemeinsamen Nenner entwickelt wird, was die Xbox Series X ausbremsen könnte.

Bei id Software regt sich Kritik. Der Principal-Engine-Programmer Axel Gneiting schrieb auf Twitter: "Diese RAM-Situation bei der Serie S hat mich sehr gestört. Das ist nicht leicht zu kompensieren und zieht die Basisspezifikationen für die Next-Gen-Multiplattform ziemlich nach unten. Der RAM-Zuwachs war im Vergleich zur vorherigen Generation bereits gering, jetzt ist er fast nicht mehr vorhanden. RT-BVHs benötigen ausserdem eine Menge Speicher oben drauf."

Er ergänzte: "Die Sache, dass auf dem PC schliesslich auch immer skaliert wird, ist Unsinn. Jedes AAA-Spiel in den letzten zehn Jahren wurde einmal erstellt, so dass es mit minimaler Spezifikation läuft. Hier und da die Sample-Zahlen für hohe Einstellungen ein wenig zu erhöhen, das ist nicht das, was man mit mehr Leistung wirklich hätte tun können. Minimale Spezifikationen zählen."

Immerhin meint id Softwares Dustin Land, dass die Xbox Series S mehr Power hat als die Basis-Version der Xbox One, aber Billy Khan, Lead-Engine-Programmer bei id Software, sieht das kritischer: "Die Speichersituation ist ein grosses Problem auf der Series S. Die viel geringere Speichermenge und die geteilten Speicherbänke mit drastisch niedrigeren Geschwindigkeiten werden ein grosses Problem sein. Eine aggressive Senkung der Render-Auflösungen wird nur geringfügig helfen, aber die Mängel nicht vollständig ausgleichen."

Sasan Sepehr, Senior-Technical-Producer bei Remedy Games, hat zuvor schon durchblicken lassen, dass es Probleme geben wird, die Spiele für Xbox Series S zu optimieren. Die Zukunft wird zeigen, ob Microsoft mit den beiden Konsolen die richtige Entscheidung getroffen hat.

Michael Sosinka News