Neue Konsolen erscheinen jetzt häufiger

EA sieht keinen negativen Einfluss auf Spieleverkäufe [Update]

Michael Sosinka

Wenn die Spieler jetzt immer häufiger neue Konsolen-Hardware kaufen müssen, fehlt dann nicht das Geld für die Spiele? EA sieht da keine Gefahr.

Wie es aussieht, werden neue Konsolen in Zukunft in kürzeren Abständen erscheinen. Die PlayStation 4 Pro und Project Scorpio machen dabei den Anfang. Aber werden dadurch nicht weniger Spiele verkauft? Immerhin fehlen mit dem Kauf einer Konsole mehrere hundert Dollar, Euros oder Schweizer Franken in den Taschen der Gamer.

Peter Moore, Chief Competition Officer bei Electronic Arts, sieht das anders. Auf der Credit Suisse 2016 Annual Technology Conference in Phoenix, Arizona sagte er, dass das Investment in eine neue Hardware auf langfristige Sicht grossartig für die Industrie ist. Er macht sich keine Sorgen, was in dieser Woche, in diesem Monat oder in diesem Quartal geschieht.

Mit den neuen Konsolen kann die Generation länger bestehen, was von EA als Vorteil eingestuft wird. Peter Moore erkennt jedenfalls keine Beweise oder Anhaltspunkte dafür, dass es irgendeinen Konflikt zwischen den Hardware- und Software-Verkäufen gibt. Er ist bezüglich der kommenden Zahlen der NPD Group sehr optimistisch eingestellt. Ähnlich hat sich übrigens auch der Take-Two-Präsident Karl Slatoff geäussert.

Update: Blake Jorgensen, der Electronic Arts Chief Financial Officer, hat auf der Nasdaq 35th Investor Program Conference in London ähnliche Worte gefunden. Er sieht den neuen Mid-Generation-Zyklus als Vorteil für die gesamte Industrie an. Und da das Konsolen-Geschäft näher an die PCs rückt, hilft das ebenfalls der Software-Entwicklung. Der frühere Konsolen-Zyklus wird von ihm als sehr schmerzhaft bezeichnet, nicht nur weil sich die Hardware damals sehr unterschieden hat, die Spieler haben fast augenblicklich damit aufgehört, Software für die alte Generation zu kaufen. Dem wird jetzt mit PlayStation 4 Pro und Project Scorpio entgegen gewirkt.