Neue Massnahmen in Chinas Anti-Videospielsucht-Kampagne

Peking führt Meldesystem für Verstösse ein

In Peking wird ein für die Öffentlichkeit zugängliches Meldesystem für Verstösse von Videospielfirmen eingeführt. Diese Massnahme ist ein weiterer Schritt in Chinas Anti-Videospielsucht-Kampagne, die unter Anderem Ende August eine Begrenzung der Online-Spielzeit von Kindern und Jugendlichen von einer Stunde an Freitagen, Wochenenden und in den Ferien einführte. Die chinesischen Bürger können auf der Plattform Verstösse von Videospielfirmen melden:

  • Ist eine Registrierung nur mit dem vollen Namen möglich?
  • Halten die Firmen die Zeitbegrenzung für Kinder und Jugendliche ein?
  • Sind Transaktionen für Minderjährige ohne dem Einverständnis der Eltern möglich?

Im Vorfeld des diesjährigen Mondfestes, den ersten chinesischen Ferien seit den neuen Regelungen, setzten Tencent und NetEase die Zeitbegrenzung um. Der Samstag blieb spielefrei, während an den anderen Tagen ein Login nur zu bestimmten Zeitfenstern möglich war. Eine andere Firma wurde hingegen wegen fehlender Begrenzungen auf dem eigenen System zur Strafe verdonnert und verwarnt.

Karl Wojciechowski News