Künstliche Intelligenz rekonstruiert antike Spiele

Digital Ludeme Project kann auch moderne Spieleentwicklung unterstützen

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat sich zur Aufgabe gemacht, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die die Regeln für antike Spiele ergänzt. Häufig ist es nämlich so, dass nur bestimmte Informationen die Jahrhunderte und Jahrtausende überdauern, den Rest müssen sich die Forscher erschliessen. Dabei bekommen sie nun Unterstützung durch das Programm "Digital Ludeme Project".

Zuerst wird das Spiel in seinen Elementen, genannt "Ludeme", beschrieben. Zum Beispiel wie viele Spieler, wieviele Spielteile und Kriterien zum Sieg hat das Spiel. Dann nutzen die Forscher die historischen Informationen: Wer hat es wann und wo gespielt. Auch ähnliche Spiele werden hier in Betracht gezogen. Und genau an der Stelle springt die künstliche Intelligenz ein. Durch Zugriff auf einen Datenpool ergänzt sie die fehlenden Regeln und gibt den Forschern mehrere mögliche Optionen.

Die Forscher sagen, dass der Einsatz der Software nicht auf die Geschichte begrenzt ist. Da sie offen für jeden ist, laden sie Spieleentwickler dazu ein, es an ihren eigenen Projekten auszuprobieren.

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Karl Wojciechowski News