Terror-Rekrutierung über Roblox?

Ministerium für innere Sicherheit der USA lässt Zusammenhang erforschen

Das US Department of Homeland Security hat ein 700'000 US-Dollar teures Programm zur Untersuchung von Extremismus und Gaming in Auftrag gegeben, wie das Magazin Vice Motherboard berichtet. Geführt von Forschern des Middlebury Institute of International Studies, wo die Abteilung Center on Terrorism, Extremism and Counterterrorism untergebracht ist, wird die Online-Community von "Roblox" zum Thema Radikalisierung und Extremismus untersucht. Ziel ist, das Anwerben durch gewalttätige Gruppierungen über Gaming-Online-Plattformen zu unterbinden. So sollen die Anbieter der Spiele überzeugt werden, Terrorismusbekämpfungsmassnahmen vergleichbar mit denen, die es bereits in sozialen Medien gibt, einzuführen.

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Bildquelle: The Sun

"Roblox" wurde in Vergangenheit medial immer wieder als potenzielle Anlaufstelle für Rekrutierungen zu beispielsweise Attentaten thematisiert. Ein besonders problematischer Hintergrund ist, dass fast die Hälfte der Nutzer unter 13 Jahr alt sind. So berichtete NBC News 2019 über die Aufdeckung von mehr als 100 Accounts mit extremistischen und rassistischen Inhalten. Die Sun nannte die Plattform sogar einen 'Hafen für Jihad-, Nazi- und KKK-Rollenspiele' und zeigt dementsprechende Bilder, wie weiter oben zu sehen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass jeder vierte Nutzer in Online-Spielen der extremistischen Ideologie der weissen Vorherrschaft ('White Supremacy') ausgesetzt sei. "Roblox" thematisiert Extremismus in den Community-Richtlinien und hat vor Kurzem ein neues Melde-System eingerichtet.

An anderer Stelle berichteten wir von Rekrutierungsmassnahmen von Drogen-Kartellen in "GTA Online".

Karl Wojciechowski News