Nintendo

Michael Pachter: Nintendo wird die "Hardware-Produktion einstellen müssen"

Lange Zeit war es still um Branchen-Kenner und Managing-Director Michael Pachter. Im Zuge der Cloud-Gaming-Konferenz in San Francisco hat er sich aber mal wieder zu Wort gemeldet und prophezeit Nintendo eine düstere Zukunft. Zumindest im stark umkämpften Hardware-Sektor.

"Sie [Nintendo] hinken bereits mehr als ein Jahrzehnt hinterher und sie sind so engstirnig, dass es intern überhaupt kein Verlangen gibt, von anderen [in der Spiele-Branche] zu lernen. (…) Nintendo-Hardware wird verschwinden. Es gibt sicher einen Platz für ihre Inhalte. Aber es gibt keinen Platz für Nintendo-Hardware. Die interessiert niemand. Sie werden ihre Hardware-Produktion einstellen müssen“, so Pachter in Anbetracht von Diensten wie PlayStation Now, Playcast oder OnLive.

Damit aber noch nicht genug, denn laut Pachter ist der klassische Konsolen-Markt sowieso ein Auslaufmodell - nicht zu letzt, da man dank verschiedenen Diensten Mobil-Spiele auf einem großen Bildschirm spielen kann. Streaming-Dienste würden dem Konsolen-Markt zudem einen Schlag versetzen. Zur Verdeutlichung seiner Thesen zieht er zudem einen Vergleich an: 25 Millionen Leute spielen monatlich „Call of Duty“, 350 Millionen spielen aber aktiv „Candy Crush Saga“. "Der Candy-Crush-Spieler ist förmlich jedermann. Es ist das Beste, was der Spiele-Branche passieren kann, da haufenweise alte Menschen davon überzeugt werden, dass es ist okay ist, Spiele zu spielen". Dementsprechend müsste man die Leute so erziehen, dass das Unterhaltung (hier: Spiele) nicht kostenlos ist.

News Katja Wernicke