Microsoft will weitere Studios kaufen

Mindestens ein First-Party-Spiel pro Quartal geplant

Michael Sosinka

Microsofts Matt Booty schliesst weitere Übernahmen nicht aus. Darüber hinaus wird auch in bestehende Studios investiert.

Matt Booty, der Chef der Xbox Game Studios, hat durchblicken lassen, dass Microsoft weitere Studios kaufen könnte, was zum Wachstum der Gaming-Sparte beitragen soll. "In erster Linie sind wir bestrebt, eine vielfältige Sammlung von Studios aufzubauen, die eine planbare Pipeline von hochwertigen Spielen liefern. Wir verpflichten uns, Spiele zu entwickeln, die Spannung, Vorfreude und Engagement bei unseren Fans erzeugen, und das tun wir auf mehrere Arten. Erstens investieren wir weiterhin in die Studios hinter unseren Franchises," so Matt Booty, der auf "Halo", "Forza" und "Sea of Thieves" verwies.

Er ergänzte: "Zweitens bauen wir unsere Studio-Organisation durch Akquisitionen aus. Wir verwenden einen Filter von 'Menschen, Teams und Ideen', um uns diszipliniert zu halten. Menschen, mit denen wir Beziehungen unterhalten, Teams, die sowohl erfolgreich Spiele geliefert haben als auch einige Widrigkeiten erlebt haben, und Studios, die eine nachgewiesene Erfolgsbilanz bei neuen Ideen vorweisen können. Die Unterstützung, die wir vom Unternehmen bekommen, hat es uns ermöglicht, kleinere Studios wie Tim Schaefers Double Fine, mittelgrosse Studios wie Obsidian und natürlich auch Branchenriesen wie Bethesda zu übernehmen."

"Schliesslich arbeiten wir mit unabhängigen Studios zusammen, um First-Party-Exklusivtitel auf die Xbox zu bringen. Spiele wie Ori and the Will of the Wisps von den Moon Studios und Tell Me Why von Dontnod," heisst es weiter. In Bezug auf die Veröffentlichungsstrategie, einschliesslich der Bethesda-Titel, sagte Matt Booty, dass er an einen Punkt gelangen will, an dem in jedem Quartal ein neues Spiel veröffentlicht wird.

"Die Entwicklung von Spielen dauert bis zu vier oder fünf Jahre. Die Realität ist, dass nicht jedes Projekt, das wir beginnen, es bis zum Launch schafft. Aber wenn man das alles zusammenzählt, ist das der Grund dafür, dass wir heute zwei Dutzend Studios haben, die Spiele in den verschiedensten Genres entwickeln. Und wir wissen, dass ein florierender Unterhaltungsdienst einen beständigen und aufregenden Fluss an neuen Inhalten braucht. Unser Portfolio wird also weiter wachsen, während unser Service wächst," meint Matt Booty.