Microsoft setzt sich im Streit mit Apple für Epic Games ein

Es geht um die Unreal Engine

Microsoft ist dafür, dass Epic Games weiterhin Zugang zum Apple-SDK bekommt, damit die Unreal Engine unterstützt werden kann.

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Epic Games hat sich mit Apple angelegt und bewusst gegen die Regeln des App-Stores verstossen. "Fortnite" ist dort nicht mehr verfügbar. Allerdings hat der Streit auch weitreichende Folgen für andere Entwickler. Da Epic Games keinen Zugang mehr zum Apple-SDK hat, kann die Unreal Engine nicht weiter für iOS und macOS entwickelt werden. Spiele, die auf die Unreal Engine setzen, egal ob bereits erhältlich oder in der Entwicklung, müssen den Support eventuell einstellen oder auf eine andere Engine wechseln. Das ist natürlich mit Kosten verbunden und einige Projekte könnten deswegen komplett eingestellt werden.

Microsoft setzt sich dafür ein, dass Epic Games weiterhin Zugriff auf das Apple-SDK bekommt. "Die Verweigerung des Zugangs zu Apples SDK und anderen Entwicklungswerkzeugen wird Epic Games daran hindern, die Unreal Engine auf iOS und macOS zu unterstützen. Es wird die Unreal Engine und diejenigen Entwickler, die Spiele darauf entwickelt haben, momentan entwickeln und entwickeln könnten, erheblich benachteiligen," sagt Kevin Gammill, General-Manager für Gaming-Developer-Experiences bei Microsoft.

"Die Entwicklung eines Spiels mit verschiedenen Engines für verschiedene Plattformen kann unerschwinglich teuer und schwierig sein. Auf jeden Fall ist es nicht so kostengünstig wie die Verwendung einer Engine, die verschiedene Plattformen unterstützt," so Microsoft. "Wenn die Unreal Engine Spiele für iOS oder macOS nicht unterstützen kann, müsste Microsoft bei der Vorbereitung der Entwicklung neuer Spiele wählen, ob es seine Kunden und potenziellen Kunden auf den iOS- und macOS-Plattformen im Stich lässt oder eine andere Engine wählt." Es könnte also soweit kommen, dass sich Hersteller auch auf Plattformen, die nichts mit Apple zu tun haben, gegen die Unreal Engine entscheiden, weil ihre Spiele ebenfalls für iOS und macOS veröffentlicht werden sollen.

Michael Sosinka News