Kinect

Aus Project Natal wurde Kinect

Aus Natal wurde Kinect. Das was Microsoft auf der letzten E3 erstmals angekündigt hat bekam auf der E3 2011 nun endgültige Formen und vor allem seinen Namen. Aus dem Entwicklungstitel Project Natal wurde Kinect und auch der weltweite Release-Termine steht fest. Offen ist allerdings noch der Preis.

Die Ähnlichkeit der Produktbezeichnung zum Begriff Kinetic dürfte wohl mehr Absicht als Zufall sein.

Kinect bleibt das als was es geplant war, Gaming ohne Controller-Einsatz. Die Kinect Kamera erfasst dabei die Kontur des menschlichen Körpers und bindet dessen Bewegungen direkt ins Spiel ein. Dabei ersetzt es für ausgelegte Titel komplett den bisher bekannten Controller und wertet stattdessen die Bewegungen des Körpers, insbesondere der Hände, aus und setzt diese Bewegungen in Steuerungsbefehle um.

Wie funktioniert Kinect?

Das Einfachste und bekannteste Beispiel ist eine Rennsimulation, bei der man nur noch die Hände an ein nicht vorhandenes Lenkrad fassen muss um auf dem Bildschirm ein Auto zu steuern. Das wirklich interessante an Kinect ist dabei, dass auch mehrere Spieler zusammen spielen können und Kinect es schafft die einzelnen Steuerbewegungen der jeweiligen Personen auf das Spiel oder in anderen Titel natürlich auch die komplette Spielfigur umsetzen zu können. Kinect schafft es sogar angemeldete Benutzer zu unterscheiden, so dass man sich für den Login nur noch kurz vor die Konsole stellen und winken muss.

Die Kinect Hardware besteht aus einem externen Gerät, das per USB Leitung an alle bisherigen Xbox Geräte angeschlossen werden kann. Es enthält eine RGB Kamera, ein Mikrofon und eine spezielle Kamera mit Tiefensensor. Während die neue Xbox 360 einen passenden Strom-Anschluss für die Kinect Hardware bereitstellt muss auf bisherigen Konsolen ein separates Netzteil angeschlossen werden.

Zum weltweiten Start-Termin am 4. November 2010 soll es gleich 15 Kinect Titel geben, die zum großen Teil aber wohl eher aus dem Casual Bereich stammen werden. Immerhin dürfte dafür der Einstieg bei diesen Titeln relativ günstig werden, denn die Hardware wird nach derzeitigen Gerüchten wohl mit 150 Euro oder etwas mehr nicht wirklich ein Schnäppchen werden.

Die Titel, die Microsoft auf der E3 gezeigt hat waren allesamt Casual Games die vor allem für ein Fun-Faktor mit mehreren Spielern sorgen. Mit Kinect Adventures! geht es einmal auf eine virtuelle Wildwasserfahrt in einem Schlauchboot oder man muss auf einer Art langsam fahrenden Achterbahn Hindernissen ausweichen. Bei all diesen Aktionen werden von der Kamera an entscheidenden Stellen Fotos geschossen, die man dann in Social Networks teilen kann. Bei all diesen Spielen ist hervorzuheben, dass ein zweiter Spieler einfach einsteigen konnte indem er sich vor die Kamera bewegte. Die Spiele schalteten bei den Vorführungen dann, wo es nötig wurde, auf Splitscreen um oder integrierten den zweiten Spieler bzw. dessen Avatar direkt in die Umgebung.

Für Kinder ausgerichtet ist der Titel Kinectimals, bei dem man auf dem Bildschirm mit einem virtuellen Haustier interagieren kann. Man kann dieses streicheln indem die Kamera die eigenen Hände erfasst und dessen Bewegungen ins "Fell" eines kleinen Tigerbabys ausführte. Ein Taktiles Feedback bekommt der Benutzer allerdings nicht.

Auch Drehungen oder das Hinlegen beherrschte das Tierbaby perfekt als es die Nutzerin vor der Kamera vorführte. Für einen Lacher sorgte ein Matrix-Effekt als man mit dem Tierbaby Seilspringen durchführte. Als das Kind sich während der Vorführung dann versteckt hat fing das Tierbaby an seinen realen Freund vor der Konsole zu suchen und freute sich als das Kind wieder kam.

Der erste angekündigte und wohl auch interessanteste Titel dürfte allerdings ein noch nicht näher benanntes Star Wars Spiel von Lucas Arts sein, dass erst 2011 erscheinen wird. Dieses dürfte wohl die Killer-App werden, die Kinect zum Durchbruch verhilft, da der Spieler dann bekannte Aktionen "Der Macht" ohne Controller ausführen kann, natürlich auch Laserschwert-Kämpfe.

Besonders interessant war zudem die Sprachsteuerung die Kinect der Xbox 360 beibringen wird. Über das Schlüsselwort "Xbox" gefolgt von fest definierten Sprachkommandos konnte man sehr viele Funktionen der Xbox 360 komplett ohne Controller - oder Hände - ausführen und damit z.B. einen Film oder Musik starten, anhalten und stoppen. Auch sonst wird man nach der Einrichtung von Kinect den Controller wohl nur noch für bestimmte Spiele benötigen. Das gesamte User Interface der Box wird sich mit den Händen bedienen lassen.

Kurztest Björn

Bedauerlicherweise haben wir bislang keine Inhalte zu Kinect hinterlegt.