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Spielsucht am Computer - vergleichbar mit anderen Arten der Spielsucht?

Suchterkrankungen kommen in unserer Gesellschaft überaus häufig vor, doch gibt es Arten der Erkrankung, die nur selten ins Licht der Öffentlichkeit gelangen. Zu diesen Suchtformen zählt die Spielsucht. Sie erweist sich als sehr vielseitig und erfordert längst nicht regelmäßige Besuche in Spielhallen oder Wettbüros. Im Verborgenen, direkt am heimischen Computer entsteht eine Parallelsucht, von der eine ebenso große Gefahr ausgeht, wie von der Wettsucht an sich.

Die Gefahren der Spielsucht

Längst hat auch der Gesetzgeber erkannt, dass die Spielsucht ein weitreichendes Thema ist. Spätestens mit der Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrags werden nun auch Betreiber von Spielhallen und Wettbüros mit in die Verantwortung gezogen. Allerdings ist fraglich, ob die Erbringung eines Sachkundenachweises die Ausbreitung der Spielsucht eindämmt. Denn einzig in Spielhallen greift die Selbstsperre eines Spielers, zu Hause kann er sich seiner Sucht weiterhin hingeben und sich in Computerspiele vertiefen. Diese bringen zwar seltener finanzielle Schäden mit sich, doch sind die Folgen weitreichend.

Soziale Ausgrenzung und Abschottung

Wer unter der Computerspielsucht leidet, ist letztendlich noch stärker gefährdet als Glücksspielautomatensüchtige. Die Gefahr liegt im Verborgenen, denn zu Beginn der Suchterkrankung können Betroffene ihre Probleme durchaus verbergen. Erst, wenn sie sich von ihrem sozialen Umfeld abschotten, ihren beruflichen Verpflichtungen nicht mehr nachgehen und ständig übermüdet zur Arbeit erscheinen, tritt die Erkrankung zutage. Nun ist es bereits zu spät, denn die Fänge der Sucht sind tiefgründig. Allerdings hängt die Computerspielsucht durchaus häufig mit der Internetsucht zusammen, sodass die Grenzen fließend verlaufen und eine Lösung nur schwer gefunden wird. Bei Sportwetten (z.B. hier weitere Infos) und Glücksspielautomaten steht natürlich zudem der Punkt im Fokus, dabei Geld zu verdienen.

Hilfe muss gewollt sein

Wie bei anderen Suchterkrankungen, muss der Betroffene von selbst nach Hilfe suchen und sich seinem Umfeld gegenüber öffnen. Wer nicht direkt mit Familienangehörigen oder der Familie über die Problematik sprechen möchte, kann sich direkt an eine Suchtberatung wenden und gemeinsam mit dieser nach einer Lösung suchen. Die Therapie ist langwierig und kann sich, sofern eine gleichzeitige Internetsucht vorliegt, durchaus auf das Berufsleben auswirken. 

Erster Eindruck Björn

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