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Gaming: Männer, Frauen und der Faktor Strom

Wir haben eine nette Grafik von Yellostrom entdeckt! Hier wird analysiert wo und wie, Mann bzw. Frau am meisten Strom verbraucht. Wer also zu seiner Frau sagt: „Telefonier mal nicht so viel!“, sollte vorsichtig sein! Denn 4 Stunden zocken an der Konsole verbraucht im Vergleich so viel Strom wie 800 Stunden telefonieren!

Wer sich genauer informieren, findet alle Details in dieser Grafik.

Das Thema Stromsparen!

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Flickr.com BY-ND © Tekke Abgesehen davon, dass dieses Thema allgemein sehr wichtig ist und wir ohnehin gerade beim Thema sind, erweitern wir das ganze einmal.

Auch wenn die anfänglichen Investitionskosten in die Konsole, Computer oder Fernseher schon meist relativ hoch sind, so vergessen viele die Langfristigen kosten

: Den Strom! So kann ein etwas aufgemotzter Gaming-PC, der regelmäßig benutzt wird, im Extremfall schon mal 1.000 Euro pro Jahr kosten! Hier lohnt sich also schon über Stromsparen nachzudenken. Wenn auch beim PC nicht immer möglich, gibt es noch andere Möglichkeiten im Haushalt zu sparen.

Wo kann ich hier Geld sparen, wenn schon nicht am PC?

Auspacken, anstecken und nicht mehr darüber nachdenken. So verfahren wir sehr oft, wenn es um Elektrogeräte geht, die uns den Alltag erleichtern (oder wer hätte gewusst, dass ein PC bis zu 1.000 Euro pro Jahr kosten kann?). Doch der technische Fortschritt, der uns bei Haushaltsaufgaben unterstützt oder die Freizeit versüßt, hat auch seine Tücken: So stieg etwa im Zeitraum von 1

990 bis 2010 alleine der Stromverbrauch der privaten Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland um knapp 20% an.

Diese Entwicklung verunmöglicht zunehmend den Fahrplan für die angepeilte Energiewende, welche bis im Jahr 2020 einen Anteil von 35% Strom aus erneuerbaren Energiequellen vorsieht, und im Jahr 2050 mit 80% vorläufig abgeschlossen werden soll (aktuell: 16%). Erschwerend kommt die bereits fixierte Schließung aller Deutschen Kernkraftwerke, die gegenwärtig noch etwa ein Zehntel der landesweiten Stromversorgung abdecken, bis spätestens 2022 hinzu.

Aber nicht nur die Klimaschutzbemühungen leiden unter dem Energie-, und hier insbesondere dem Stromhunger unserer Gesellschaft: Auch jeder Einzelne von uns muss für die beinahe lückenlose Elektrisierung seines Umfeldes bezahlen. Spätestens bei der Jahresabrechnung seines Stromanbieters. Deshalb sollte es in unserem persönlichen Interesse liegen, den Stromverbrauch in den eigenen vier Wänden zu optimieren, um langfristig sowohl die Umwelt als auch das Portemonnaie zu entlasten. Doch wie funktioniert das?

Kleinvieh macht Mist. Sehr viel Mist.

Um erfolgreicher (Strom-) Sparer zu werden muss man weder Elektrotechnik studiert haben, noch teure Zusatzgeräte kaufen. Genaugenommen braucht man nicht einmal seinen Lebensstil zu verändern, um erste Früchte ernten zu können. Alles, was nötig ist, sind ein paar kleine Eingriffe und ein bewussterer Umgang mit der Energie, die eben nicht einfach „aus der Steckdose“ kommt.

Das kleine 1x1 des Stromsparens

Um sein hart erworbenes Geld nicht einfach sinnlos verpuffen zu lassen, sollte man deshalb zuallererst seinen Haushalt auf „Stromfresser“ und ineffiziente Nutzung einzelner Geräte überprüfen, bevor man weitere Schritte erwägt. Einige Tipps haben wir im folgenden Text für Sie zusammengefasst.

  • Küche: Ein Kühlschrank, der in einer warmen Umgebung – also etwa direkt neben dem Herd – steht, oder der unzureichend belüftet ist, benötigt automatisch mehr Leistung, um eine konstante Temperatur zu halten. Auch sollte man nicht vergessen, das Gerät regelmäßig zu enteisen, da andernfalls die Kühlwirkung beeinträchtigt wird. Beachtet man diese beiden Punkte, kann sich das Ergebnis spürbar zu Buche schlagen. Immerhin sind Kühlgeräte für gut ein Fünftel des Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich. Aber auch beim Kochen gibt es Sparpotenzial: So empfiehlt es sich beispielsweise für das Erhitzen von Wasser immer einen Deckel auf den Topf zu geben, und selbigen grundsätzlich nur auf Herdplatten mit passender Größe zu stellen, um eine optimale Energieübertragung zu gewährleisten.
  • Badezimmer/Waschküche: Wenn es ums Waschen geht, können kleine Veränderungen Großes bewirken. So zum Beispiel der Verzicht auf ein Vollbad und stattdessen der Griff zum Duschkopf. Da ein sauberer Körper auch nach sauberem Zwirn verlangt, ist die regelmäßige Verwendung der Waschmaschine genauso Teil unseres Alltags. Um hier den Stromverbrauch zu halbieren reicht es bereits, ein Programm mit 40°, bei dem gewöhnliche Waschmittel bereits ihre volle Wirkung entfalten, anstelle von 60° oder mehr auszuwählen. Auch ist es empfehlenswert, die Waschtrommel vor Inbetriebnahme gründlich anzufüllen, und keine halben Sachen zu machen. Wenn das anschließende Trocknen dann auch noch auf der Wäschespinne und nicht im Wäschetrockner geschieht, hat man schon das meiste richtig gemacht und kann den Duft des ersparten Geldes und des Weichspülers förmlich riechen.
  • Büro/Multimedia: Waren es früher noch die klobigen Röhrenfernseher, die den Strom aus dem Netz saugten, ist es heute die Vielzahl an elektronischen Geräten, die sich in den Büros und Wohnzimmern der Nation breit gemacht hat und still, heimlich und vor allem konsequent nach Energie lechzt. Tatsächlich sollte man sich nicht von Standby-Funktionen täuschen lassen: Der Bereitschaftszustand mag zwar im direkten Vergleich zum aktiven Betrieb verschwindend gering erscheinen. Dennoch sorgt auch er für Kosten in Höhe von ca 80EUR jährlich. Und das in einem durchschnittlichen Singlehaushalt, wie aus einer Schätzung des Umweltministeriums hervorgeht. Vermeiden lässt sich dieser unnötige Verbrauch am einfachsten mittels abschaltbarer Steckerleisten, die während der Leerlaufzeit das jeweilige Gerät tatsächlich vom Stromkreis trennen. Auch sollte man sich angewöhnen, Computer und Peripheriegeräte auszuschalten oder zumindest in den Ruhezustand zu versetzen sobald man eine längere Pause einlegt, und die Helligkeit von Bildschirmen an die Umgebung anzupassen.

Erst denken, dann handeln und sparen

Die obige Liste ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Sparmöglichkeiten, die jedem von uns zur Verfügung stehen und die dennoch viel bewirken können. Oftmals sind es individuelle Verhaltensmuster, die den Umfang unseres Stromverbrauchs bestimmen, weshalb es sich durchaus auszahlt, sich mit den Leistungsanforderungen von Haushaltsgeräten auseinanderzusetzen, um sie realistisch einzuschätzen und vielleicht auch mal sich selbst zu beobachten: Muss der PC in der Nacht etwa im Standby laufen?

Erster Eindruck Björn

Bedauerlicherweise haben wir bislang keine Inhalte zu Artikel hinterlegt.