Activision-Blizzard feuert 20 Mitarbeiter

Skandalgebeutelter Gamehersteller greift durch

Gamehersteller Activision-Blizzard hat noch immer mit verschiedenen Klagen im Zuge des Skandals um Diskriminierung und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu kämpfen. Doch zumindest intern scheint sich seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe einiges getan zu haben.

In einem Interview mit der Financial Times gibt Kader-Mitarbeiterin Fran Townsend zu Protokoll, dass man in den letzten Wochen 20 Mitarbeiter wegen ihres Verhaltens gefeuert hat. Weitere 20 sollen anderweitig diszipliniert worden sein. Zudem drohte sie Leuten, die sich fehlerhaft verhalten oder Bossen, die das tolerieren würden, Massnahmen an.

Allerdings ist auch Townsend selbst nicht ohne Probleme. So hat sie die Vorwürfe zu Beginn des Skandals in einer Mail an die Mitarbeiter massivst heruntergespielt und sich auf Twitter über Whistleblower beschwert, bevor sie ihren Account auf der Plattform löschte.

Noch schlimmer: Bevor Townsend im März zu Activision-Blizzard stiess, war sie unter anderem in der Administration von Ex-US-Präsident George W. Bush tätig. In dieser Funktion verteidigte sie damals öffentlich die Anwendung von Folter mittels Waterboarding, Schlafentzug oder erzwungener Nacktheit an irakischen Kriegsgefangenen.

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Martin Steiner News