Battlefield Hardline Test

Guter oder Böser (Cop) - Für welche Seite entscheidest du dich?

Mit Battlefield Hardline bringt EA erstmals einen Titel der Battlefield Serie heraus der sich nicht um Kriegsschauplätze dreht, jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Denn auch der Kampf zwischen Kriminellen und den Cops entwickelt sich - vor allem in Filmen und Spielen - gerne zu einem solchen. Entsprechend gibt es im Spiel auch grade für die Fans von entsprechenden Filmen einige bekannte Elemente zu sehen.

Wer also schon immer einen Action-Krimi selbst nachspielen wollte hat nun die Möglichkeit dazu und da natürlich wieder sowohl in einer Singleplayer-Kampagne, die mit rund 20 Stunden Spielzeit angesetzt ist als auch natürlich im Battlefield typischen Spielmodi, die hier allerdings auf die entsprechenden Anforderungen der beiden Seiten zugeschnitten worden sind.

Besonders hier unterschiedet sich Hardline dann auch von den bekannten Battlefield Titeln und bringt ein wenig mehr Innovation hervor als z.B. der Unterschied zwischen Battlefiel 3 und 4. Eben solches hätte auch für die Handlung gelten können, jedoch kann die Story trotz guter Ansätze nicht vollends begeistern. Die Handling ist vorhersehbar und wenig überraschend, flankiert die ansonsten gute Action aber immerhin noch brauchbar.

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Im Multiplayer-Modus kann Hardline dann auch wieder glänzen, kein Wunder war dieser seit jeher doch das Herausragende Merkmal der Serie und auch Battlefield Hardline kann hier wieder begeistern, allerdings nicht ganz so stark wie die Militär-Ableger der Serie, denn aufgrund des Settings ist man nun doch deutlich eingeschränkter gegenüber den vielen Möglichkeiten die Panzer und Co. bieten.

Man hat zwar spürbar versucht durch recht innovative Ideen wie z.B. Verhöre, die dann kurzfristig alle feindlichen Positionen auf der Minimap aufdecken, dieses Manko auszugleiche, so hunderprozentig gelingt dies aber nicht. Ein weiteres Problem der grade neuen, an sich innovativ hinzugekommenden Spielmodi Blood-Money und Hot Wire ist. Letzteres fokussiert die Kämpfe allerdings was auf Dauer recht nervig sind, denn die meist anwesenden Profis, diese sorgen in der Regel für ein persönlich schlechten Death / Kill Ration. Insbesondere wenn dies als Sniper von guten Positionen aus agieren stirbt man schneller als einem lieb ist. Als Battlefield-Veteran kann ich in der Regel nach kurzer Eingewöhnung mindestens auf ein 3:1 Ratio bei Kills gegenüber eigenen Deaths zurück blicken. Selbst nach gut 20h Spielzeit in Hardline komme ich bei guten Runden auf einen 1:1 Wert.

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Hotwire ist hingegen sehr spaßig, allerdings nur mit einem geeigneten Team, denn hier ist der Fokus erstmalig auf die Fahrzeuge gelegt. Von denen gibt es in Hardline dann Settings-Entsprechend auch nur weniger schlagkräftige, bis auf eine Ausnahme. Die Hubschrauber sind ab sofort mehr als heiß begehrt. Denn wer sich in einem Kampf-Heli befindet hat einen unschlagbaren Vorteil, es gibt keine passablen Waffen gegen diesen, denn aus irgend einem Grund ist nun kein Fußsoldat mehr direkt mit einer Stinger bewaffnet, sondern diese auf der Karte verteilt. Um diese zu erreichen braucht man Zeit und damit vor allem Glück.

Letzendlich ist Battlefield Hardline ein gutes Spiel, das sich dennoch nicht ganz mit seinen Vorgängern messen kann. Das innovative Setting macht zwar Laune, in Details ist es jedoch nicht ganz durchdacht und balanciert. Bleibt zu hoffen, dass mit den kommenden AddOns auch einige generelle Aktualisierungen kommen welche die aktuellen Spaßbremsen einsperren, dann könnte aus Hardline ein ernsthafter Konkurrent zu seinen Militär-Kollegen werden.

Björn Test

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