Activision Blizzard & Take-Two machen viel Geld mit Mikrotransaktionen

Call of Duty, GTA Online & Co. räumen ab

Michael Sosinka

Wir regen uns zwar alle über Mikrotransaktionen auf, aber Activision Blizzard und Take-Two machen damit sehr viel Geld. Die Nachfrage ist also da.

Activision Blizzard und Take-Two haben beide ihre aktuellen Geschäftszahlen veröffentlicht. Aus beiden Berichten geht hervor, dass die Unternehmen mit Mikrotransaktionen unglaublich viel Geld einnehmen. Fangen wir mit Activision Blizzard an. Im letzten Quartal hat der Publisher 709 Millionen US-Dollar mit Mikrotransaktionen generiert, was als "in-game net bookings" bezeichnet wird. Das sind zwar 323 Millionen US-Dollar weniger als im Vorjahreszeitraum, aber das hängt wohl damit zusammen, dass Activision Blizzard nicht mehr für "Destiny 2" verantwortlich ist.

Activision Blizzard hat "Call of Duty: Black Ops 4" herausgestellt, das in dieser Hinsicht besonders erfolgreich war. Der Umsatz mit Ingame-Game-Items wuchs im Vergleich zu "Call of Duty: WWII" stark an. Zudem können auch "World of Warcraft" (bzw. "WoW Classic") und das "Candy Crush"-Franchise erwähnt werden, die ebenfalls viel zu den Mikrotransaktionen beisteuern.

Bei Take-Two machen die Mikrotransaktionen, hier heisst es "recurrent consumer spending" (inklusive Add-On-Content), 37 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Sie stiegen im vergangenen Quartal um 32 Prozent auf 317 Millionen US-Dollar. Der Take-Two-CEO Strauss Zelnick sagte, dass die Online-Modi von "Red Dead Redemption 2" sowie "Grand Theft Auto 5" weiterhin wachsen und mehr Umsatz generieren.

Jedoch stellte Strauss Zelnick klar, dass Mikrotransaktionen nicht aufgezwungen wirken dürfen. Die Spiele dürfen nicht um sie herum aufgebaut sein. Es geht zuerst darum, die Gamer zu unterhalten. "Wir denken erst dann an die Monetarisierung, wenn wir uns bereits auf dieses Engagement konzentriert haben. Unser Ansatz ist, dass wir nicht an so etwas wie Mautstellen glauben. Wir wollen ein grossartiges Erlebnis erschaffen, das man geniessen kann, ohne Rücksicht darauf, ob man etwas ausgibt oder nicht," so Strauss Zelnick, der ergänzte, dass die Spieler bei Mikrotransaktionen fair behandelt werden möchten. Das hat in der Vergangenheit nicht immer optimal funktioniert, doch Take-Two mache es dennoch besser als viele andere Unternehmen.