Killerspiele

Artikel zu Killerspielen in der Schweizer Familie

Das "Killerspiel"-Thema ist wirklich in. Inzwischen hat sogar die "Schweizer Familie einen Artikel in Ihrem Heft. Allerdings könnte der Artikel an sich nicht widersprüchlicher sein ...

Ein Schüler in den USA hat nach Abschluss von zwölf Schuljahren etwa 13 000 Stunden in der Schule verbracht - und 25 000 Stunden vor dem Fernsehapparat. Er hat 32 000 Morde und 40 000 versuchte Morde gesehen sowie 200 000 Gewalttaten. Der Täter im Film kommt in 73 Prozent der Fälle ungestraft davon, in nur 4 Prozent der Konflikte werden gewaltlose Alternativen aufgezeigt.

Okay der Artikel fängt ja schon mal "neutral" an ... es werden vielen Zahlen geliefert - nur wo liegen denn hier die Zeiten für den PC oder Konsole ?

Müsste man da nicht auch das Fernsehen oder TV-Sender/Produzenten anklagen?

[...] ist diese «Tötungstrainingssoftware» noch effektiver als das Fernsehen. Es wird zwar im Hinblick auf Computerspiele noch immer behauptet (was in Bezug auf das Fernsehen eindeutig widerlegt ist), dass «das Spielen von Videospielen eine nützliche Sache» sein könnte, um es jedoch klar und deutlich zu sagen: Es gibt keine Beobachtung, keine Studie und kein Experiment, das diese Behauptung stützt.
Tönt doch auch anständig oder ?

Wenn also Leute gewalttätige Videospiele spielen, wiederholen sie aggressive Verhaltensprogramme. Sie verändern ihre Wahrnehmung im Hinblick darauf, dass andere eher als Gegner und Feind betrachtet werden. Sie verschwenden ihre Zeit, in der sie etwas anderes lernen könnten.
Haben wir das nicht auch schon Thema TV in unserer Jugend gehört?

Zudem führt das tausendfache Betrachten von Gewaltszenen zu einer Abstumpfung gegenüber Gewalt, und dies betrifft nicht nur die Gewalt in der virtuellen, sondern auch in der realen Welt. Auch dies wurde mit wissenschaftlichen Untersuchungen belegt.
Verbieten wir gleich noch TV-Sendungen wie Authopsie, Aktenzeichen XY und alle die anderen Killer-Sendungen... (Ein Verbot von Aktenzeichen XY, war schon eine Idee meiner ehemaligen BMS-Lehrerin (St.Gallen, SP))

Mein persönlicher Standpunkt, Spiele gehören bestimmt neutral bewertet und sollten nicht für jeden zugänglich sein (teilweise auch indexiert). Das was im Moment abgeht ist völlig überrissen.

Auch Eltern haben eine Veranwortung, schlimm ist es vor allem wenn diese ihren Kindern Spiele, welche erst ab 18 Jahren freigegeben sind kaufen und noch stolz sind wenn sie diese spielen... (dies ist leider KEIN Scherz)

Den ganzen, leider einseitigen Artikel findet ihr auf der Seite der Schweizer Familie.

News Roger