Race Driver: GRID

Demo Eindrücke

Na endlich Codemasters. Es wurde höchste Zeit das Racing Nachschub gewährleistet wird. Denn nach Gran Turismo Prologue war ich sehr verunsichert. Die Hoffnung wenigstens bei GRID eine tolle Konsolen Simulation zu erhalten wuchs und wuchs. Wie wohl die Demo ausgefallen ist?

Gleich das Menü ist sehr lustig. Vor- und Nachname will man wissen. Na gut dacht ich mir, gib halt mal alles ordnungsgemäß an. Tada, eine Stimme nennt mich "Florian". Und das ab diesem Moment ständig. Sogar in den Rennen. Gut das ich keinen Käse angegeben habe. ;)

Dann aber auf die Piste. Gleich das erste Rennen, auch wenn mich ein Online Multiplayer sehr gereizt hätte. Xboxlive Gold Member können nämlich bereits gegen andere Spieler ihre Runden drehen. Aber lieber erstmal den Karriere Modus angespielt. Vom letzten Startplatz gehts ins Rennen. Start verpennt, was solls. Schon in der ersten Kurve an zwei Konkurenten vorbei. Nicht ganz sauber, aber ohne größere Blessuren. Die Steuerung irgendwo schwammig. Aber was spiele ich auch vorher noch eine Stunde lang Project Gotham 4?

Das Geschwindigkeits Feeling ist toll. Nur das Bremsen, da musst ich mich erstmal dran gewöhnen. Bis zur Lap 3/3 hatte ich endlich die Führung erkämpft. Aber nein: Dreher in den letzten Kurve. Nur Platz7 auf dem Zielstrich. Egal, nächstes Rennen. Und hier fängt mich GRID an zu ärgern. Driften ist die Aufgabe. Nichts leichter als das. Die Aufgabe fällt dann jedoch etwas schwammiger aus als gedacht. Schon wieder zu PGR verwöhnt. Letzter Platz, auch das egal. Es gibt ja noch ein Stadtrennen. Und das macht wirklich Spaß. Schnelle Kurven, Vollgas. Ja, GRID muss sich nicht hinter Burnout Paradise verstecken.

Die Grafik ist sehr nett, besonders die Cockpit Perspektive macht einiges her. Speed Gefühl stimmt, nur etwas viel Blur trübt das Gesamtbild. Insgesamt ist die Ähnlichkeit zu Burnout wirklich erschreckend. Dabei hatte ich gehofft, das GRID auch Anhänger der früheren DTM und TOCA Teile ansprechen würde. Pustekuchen. Simulations Fans können direkt bei Forza oder den PC Simulationen bleiben.

Wird GRID die Genre Spitze erobern?

Ich möchte behaupten: Nein. Wie weit der Entwicklungs Stand auch immer sein mag. So richtig konnte der Funke hier nicht rüberspringen. Klar. Die Engine von DIRT ist gut, schnell und das Gameplay verspricht viel Adrenalin. Einmal Vollgas über den Bordstein und ein Überschlag war perfekt. Dennoch find ichs etwas ungenau. Gerade Project Gotham 4 im Direktvergleich fährt sich nahezu Punkt genau. Zumal letzteres unter Arcade Racern optisch den Primus darstellt, mit dem sich auch GRID nicht messen kann. GRID ist mir irgendwie zu simpel, zu sehr auf Burnout getrimmt, und damit verliert es jedgliche Eigenständigkeit. Ein "echtes" TOCA wäre in dieser Optik nahezu perfekt gewesen. Oder bin ich einfach zu anspruchsvoll? Im Grunde langweilte mich die Demo schon nach wenigen Rennen. Ein guter, hübsch verpackter Action Racer der wahrscheinlich sehr erfolgreich werden wird. Mit der Klasse von Project Gotham Racing kann es Codemaster's neueste Schöpfung jedoch nicht aufnehmen. 

Aber warten wir mal ab was sich bis zum Release im Sommer noch tut. Ein schlechtes Spiel wird GRID: Racer Driver zumindest mal nicht. Von meiner Musthave Liste muss er nach dieser Demo leider weichen. Schade! 

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